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Immanuel Kant Schule Neumünster

Mozartstraße 36 D-24534 Neumünster

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Eine kühle coole Sommernacht

Drei Planeten und der zunehmende Mond gleichzeitig am Abendhimmel! Das wollten wir, Henryk Cassée, Lukas Thies und Magnus Engler, Mitglieder der AG Physik und Technik, uns nicht entgehen lassen, als vor einigen Tagen, am 9. Juni, das Wetter eine klare Nacht versprach. So trafen wir uns gegen 21 Uhr mit Herrn Huhn, dem Leiter unserer AG, auf dem Dach des D-Turms. Alle Wolken des Nachmittags waren verschwunden, nur viele lästige Kondensstreifen störten noch den Rundumblick. Zusammen bauten wir zwei Spiegelteleskope auf.

 2016-06-09-Planetenbeobachtung

Noch vor Sonnenuntergang konnten wir den Mond - wenn auch mit schwachem Kontrast am noch blauen Himmel - mit seinen typischen Oberflächenformationen beobachten: dunkle Ebenen und Krater mit Zentralbergen und gestuften Kraterrändern,. Das sollte noch besser werden, aber jetzt konnten schon mal erste Fotos mit dem Handy hinter dem Teleskopokular ausprobiert werden. Viel zu langsam wurde es dunkler!

2016-Planetenbeob.

Jupiter, der größte Planet des Sonnensystems, zweitausendmal weiter entfernt als der Mond, war das nächste Ziel. Unser astronomisches Jahrbuch versprach sogar ein besonderes Ereignis für diesen Abend: Der Schatten des Jupitermondes Io sollte auf Jupiter zu sehen sein, eine Sonnenfinsternis in 800 Millionen Kilometer Entfernung! Aber zuerst mussten wir Jupiter am hellen Himmel hoch im Südwesten finden. Unser computergesteuertes „Goto“-Fernrohr half uns dabei. Auf Anhieb erkannten wir die markanten dunklen Wolkenstreifen in Jupiters Atmosphäre und auch ein kleines schwarzes Pünktchen: Ios Schatten.

2016-Planetenbeob. 

Io selbst war zunächst vor der hellen Jupiteroberfläche nicht zu erkennen. Aber pünktlich zum vorhergesagten Zeitpunkt schien Jupiter eine kleine helle Beule an seinem östlichen Rand zu bekommen und wenige Minuten später war Io dicht neben Jupiter frei schwebend vor dem schwarzen Hintergrund zu sehen, während sein Schatten ihm in der vorangegangenen Stunde bis in die Mitte der „Scheibe“ gefolgt war.

Mittlerweile war Mars im Südwesten zu erkennen, und trotz seiner Position nahe dem Horizont konnten wir einige dunklere Flecken auf seiner rötlichen Oberfläche ausmachen; kleine grüne Männchen und deren Bewässerungskanäle allerdings nicht...   Immer wieder schwenkten wir die Teleskope auch zurück zu Jupiter und zum Mond, machten Fotos und auch Videos mit unseren Smartphones hinter den Okularen. Und dann, ganz dicht am Südwesthorizont, tauchte Saturn auf und zeigte eindrucksvoll sein berühmtes Ringsystem, wenn auch beeinträchtigt durch Farbränder infolge der Lichtbrechung in der Erdatmosphäre.

2016-Planetenbeob. 

Damit war die Reise durch das Sonnensystem für diesen Abend beendet. Wir warfen noch einen letzten Blick auf den Doppelstern Castor im Sternbild Zwillinge, dann bauten wir mit klammen Fingern die Fernrohre ab und fuhren nach Hause.

Die hier abgebildeten Fotos hat Magnus direkt per Handy am Fernrohr aufgenommen. Es sind seine ersten Astrofotos und sie sind nicht nachträglich bearbeitet worden.

AG Physik und Technik