• slide
  • slide
  • slide
  • slide
  • slide
  • slide
  • slide
  • slide
  • slide

Immanuel Kant Schule Neumünster

Mozartstraße 36 D-24534 Neumünster

Telefon: 04321/265320 Fax: 04321/26532-99

Infos für 4.Klässler

Kalender

Erneut großer Erfolg bei Daniel-Düsentriebwettbewerb

Neue Erfolge der IKS beim Daniel-Düsentrieb-Wettbewerb

 

Zweimal in jedem Frühsommer fährt eine Abordnung der IKS zur TU Hamburg-Harburg und vertritt unsere Schule beim Daniel-Düsentrieb-Wettbewerb. Am 11. Mai 2016 waren die Teilnehmer der AG Physik und Technik mit ihrem Leiter Bernd Huhn zum ersten Mal dort. Im Gepäck hatten sie zwei sorgfältig zusammengebastelte Brückenmodelle, die nun leider zerstört werden sollten, um ihre Belastbarkeit zu messen. Die praktische Aufgabe des Wettbewerbs bestand nämlich in diesem Jahr darin, aus maximal 10 000 Zahnstochern, einem halben Liter Holzleim und einem Knäuel Häkelgarn zwei möglichst leichte und zugleich möglichst haltbare Brücken mit 80 cm Länge und einigen weiteren vorgegebenen Maßen herzustellen.

Ein harter Brocken

Um das „Oberstufen“-Bauwerk kümmerten sich vor allem Lukas Thies, Magnus Engler, Jan Strehl, Nico Wüst, Jacob Jacobsen und Hannes Ohldag. Nach vielen langwierigen Experimenten ab November 2015 mit allen möglichen Konstruktionen sah ihre Brücke am Ende ganz einfach aus.

2016-Daniel-Düsentrieb

 

Nur wenige gerade Rohrstücke hatten sie zusammengefügt, aber die hatten es in sich: Sie bestanden aus zwei Lagen Zahnstochern, die die Schüler schraubenartig versetzt auf einen Stahlrundstab geleimt hatten; den Stab hatten sie vorher eingefettet und mit Frischhaltefolie umwickelt, so dass sie nach dem Aushärten des Leims das fertige Zahnstocherrohr von dem Stahlstab abziehen konnten.

2016-Daniel-Düsentrieb

Diese Rohre und die daraus entstandene Brücke waren so stabil, dass in der TUHH bei dem Test der Brücke zuerst die dort aufgebaute Messapparatur nachgab. Erst als die ziemlich erstaunten Techniker ihren Aufbau stabilisiert und die einwirkende Kraft stark erhöht hatten, zerlegte sich die Brücke mit einem lauten Knall. Die Kraftanzeige blieb bei 3715 Newton stehen, das ist die Gewichtskraft von rund 380 kg und das 700-fache des Eigengewichts der Brücke. Mehrere Schüler hätten sich also auf die Brücke stellen können, ohne dass sie zerbrochen wäre. 

2016-Daniel-Düsentrieb

Das hatten selbst die Erbauer ihrer Brücke nicht zugetraut und deswegen erzielten sie leider nur den vierten Platz. Sie mussten nämlich vor der Zerstörung der Brücke schätzen, bei welcher Belastung sie nachgeben würde, und die Abweichung zwischen geschätztem und tatsächlichem Wert ging als Nachteil in die Wertung ein. Zwar hatten sie eine zweite, baugleiche Brücke am Tag vorher in der IKS unter abenteuerlichen Bedingungen zerstört, aber nur eine Kraft von rund 2000 Newton dafür gebraucht und 2222 Newton als Schätzwert angegeben. Pech gehabt! Wer konnte schon ahnen, dass die Brücke im Wettbewerb fast doppelt so stabil war!

Die Brücke des Mittelstufenteams


Henryk Cassée, Tobias Krahe, Anton Winkler und Patrick Storm hatten als Mittelstufenteam ihre eigene Brücke gebaut und mitgebracht, eine Gitterkonstruktion, die an einen Strommast erinnerte. Sie hatten diese Brücke erst wenige Tage vor dem Wettbewerb geplant und gebaut; zu spannend waren vorher die Aktivitäten der Oberstufenschüler gewesen, die auch jede freie Hand hatten brauchen können. Auch die Mittelstufenbrücke widerstand erstaunlich lange der Testmaschine: Erst bei einer Belastung mit dem Hundertfachen ihres Gewichts brachen die ersten Streben. Das brachte die IKS in dieser Kategorie auf den dritten Platz. Alle Ergebnisse und auch Fotos aller Brücken findet man unter:  http://schule.tuhh.de/wettbewerbe/ddp/    (=> download => Bilder, Ergebnisse)

2016-Daniel-Düsentrieb

 

Ein inhaltsschwerer grüner Ordner

Am 15. Juni machte sich eine zweite Abordnung auf den Weg nach Harburg zur Siegerehrung. Nun waren auch acht Schülerinnen und Schüler der 6c dabei. Sie hatten in einem Projekt des Physikunterrichts bei ihrer Lehrerin Anja Kirch Informationen über Brücken in ihrer Umgebung gesammelt und zusammengestellt. Speziell hatten sie untersucht, wie eine Brücke auf Erwärmung reagiert, nämlich wie ein Thermometer: Sie wird länger und die Dehnungsfugen an ihren Enden schrumpfen. An der längsten Brücke in Neumünster, der Max-Johannsen-Brücke, kann man das eindrucksvoll beobachten. Ihre Bilder und Texte hatte die 6c zu einem Beitrag für den theoretischen Teil des Daniel-Düsentrieb-Wettbewerbs zusammengestellt.

2016-Daniel-Düsentrieb 

Zusammen mit den Dokumentationen aus neun weiteren Lerngruppen der IKS, die sich im Unterricht mit dem Wettbewerbsthema „Olympia baut Brücken“ befasst hatten, war der Beitrag der 6c in Harburg eingetroffen und von der Jury begutachtet worden. Nun lag der grüne Ordner der IKS zwischen zwei anderen auf einem Tisch in dem großen Uni-Hörsaal, in dem die Siegerehrung stattfinden sollte. Und es wurde richtig spannend, denn anders als im praktischen Teil des Wettbewerbs war die Platzierung der Jury bis zum Schluss geheim.

 

Preisverleihung

Doch zunächst wurden die Preise für den praktischen Teil des Wettbewerbs verliehen. Wie erwartet erhielt das Mittelstufenteam eine Urkunde für den dritten Platz, verbunden mit 250 Euro Preisgeld. Aber auch die Oberstufenschüler gingen nicht leer aus. Die beiden Ingenieure der TUHH, die alle Brücken getestet hatten, berichteten noch immer ganz begeistert von der Haltbarkeit dieses Bauwerks und führten sogar ein Video von der Zerstörung vor. Sie freuten sich besonders, als ihnen Lukas ein Stück dieser Brücke für weitere Materialtests überreichte. Kein Wunder, dass Lukas, Magnus und Hannes für ihre Ingenieursleistung nun stolz und glücklich den Nordmetall-Innovationspreis in Höhe von 500 Euro entgegennehmen durften.

Professor Mackens von der TUHH, der jedes Jahr den Wettbewerb organisiert, machte es noch einmal spannend und berichtete, wie die Jury die drei Dokumentationen in der engeren Wahl für die ersten drei Plätze des theoretischen Wettbewerbs bewertet hatte: Nicht nur die Quantität, auch die Qualität hatte den Ausschlag gegeben. So kam der umfangreichste Ordner auf Platz drei, weil viele Beiträge nicht nah genug am Wettbewerbsthema lagen. Und die anderen beiden schlankeren Ordner waren einander so ähnlich, dass beide einen ersten Platz und je 2000 Euro erhielten. Einer davon war der Beitrag der Immanuel-Kant-Schule und stolz versammelte sich die ganze IKS-Abordnung zum Foto auf der Bühne des Hörsaals!

Hu

 

Inhaltsverzeichnis Grüner Order

Download inhalt_2016.pdf - 347 kB

Baubericht