Politik-AG der Kantschule im Gespräch mit hochrangigen Politiker/-innen

Politik-AG der Kantschule im Gespräch mit hochrangigen Politiker/-innen

Kurz nach Beginn des Schuljahres im Sommer gründete sich an der Kantschule unter der Leitung von Leon und Aaron aus dem Q1-Jahrgang eine altersgemischte Politik-AG, die sich immer freitags in der 7. Stunde trifft und seither zunächst mit verschieden Themen beschäftigt. Auf der Suche nach einem konkreten Vorhaben stieß die Gruppe, der u.a. Nabila, Bea, Laura, Leif und Emily aus den 8. und 9. Klassen angehören, auf den Politik-Wettbewerb des Bundeszentrale für politische Bildung.

Das selbst zu wählende Thema war schnell gefunden: Schon jetzt haben Jugendliche ab 16 Jahren in Schleswig-Holstein die Möglichkeit, z.B. bei Kommunal- und Landtagswahlen ihre Stimme abzugeben und so die Lokal- und Regionalpolitik maßgeblich mit zu gestalten. Bei den Bundestagswahlen, so auch im September vergangenes Jahr, gilt jedoch das Wahlalter von 18 Jahren, hier gab es keine Mitwirkungsmöglichkeit für Jugendliche, die noch nicht volljährig sind. Ein Thema, über das sich trefflich diskutieren lässt.

Und so begann die Gruppe zunächst zu  recherchieren und sich einen Überblick zu verschaffen, um anschließend gut vorbereitet zahlreiche Interviews mittels Videokonferenzen zu führen. Alle parlamentarisch vertretenen Parteien wurden angefragt, viele zeigten eine große Offenheit und so kamen eine Reihe hochrangiger Interviews mit Personen des öffentlichen Lebens zustande, wie zum Beispiel mit Kevin Kühnert (Generalsekretär der SPD), Aminata Toure (Spitzenkandidatin der Grünen/Bündnis 90 in SH), Jürgen Teutrine (MdB für die FDP) oder Sepp Müller (Mitglied der Bundestagsfraktion CDU/CSU).  Auch Linus Stein (Aktivist bei Fridays for Future) oder Leonard Geßner (Autor) kamen zu Wort. Die Meinungen gingen stark auseinander, von völliger Zustimmung über komplette Ablehnung oder dem Vorschlag, ein Familienstimmrecht zu etablieren, war alles vertreten. Auch eine Umfrage an unserer Schule, an der sich 150 Schülerinnen und Schüler beteiligten, wurde gestartet. Und während sich über 70% für die Herabsetzung des Wahlrechts aussprachen, wurde die Frage, ob auch das Volljährigkeitsalter auf 16 Jahre reduziert werden sollte, von einer über 80%igen Mehrheit deutlich abgelehnt.

In Form von zwei Themenseiten im Zeitungsformat wurden die unterschiedlichen Positionen dargestellt, Interviews im Wortlaut und auch ein Kommentar sorgen für ein vielfältiges Abbild der Diskussionen. Unter dem griffigen Titel, „Nordblatt“ findet sich ein ausgewogenes Für und Wider, so dass die Leserinnen und Leser sich mithilfe von sehr gut aufbereiteten Informationen ihre eigene Meinung zu dem Thema bilden können. Die Zeitungsseiten, Interviews, Quellenangaben und die Ergebnisse der Umfrage können über den Link https://bit.ly/politikag aufgerufen werden .

Die IKS drückt beide Daumen, dass dieser Wettbewerbsbeitrag neben der Wirkung, die bereits in die Schule hinein erzielt wurde, auch im Wettbewerb erfolgreich ist.

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