Der Helgoländer Schülermarathon wird als Staffelwettbewerb ausgetragen: Jedes Team besteht aus acht Läuferinnen und Läufern. Jede Person absolviert eine Runde von etwa 5,2 Kilometern. Gemeinsam legen die acht Teammitglieder damit die klassische Marathondistanz von 42,195 Kilometern zurück.
Nach dem Einchecken in der Nordseehalle stand zunächst die Begehung der Laufstrecke auf dem Programm. Dabei lernten wir nicht nur den berüchtigten Anstieg am „Düsenjäger“ kennen, sondern konnten auch die wunderschöne Flora und Fauna der Insel erleben: Schafe am Wegesrand, zahlreiche Lummen und Basstölpel an den Klippen sowie natürlich das Wahrzeichen Helgolands – die Lange Anna.
Anschließend setzten wir – mit einem Eis in der Hand – auf die Düne über. Dort erwartete uns ein besonderes Erlebnis: ein Bad in der Nordsee gemeinsam mit Kegelrobben und Seehunden. Nach diesem Ausflug stärkten wir uns bei der traditionellen Nudelparty mit den rund 50 teilnehmenden Teams. Den Tag ließen wir bei einem Besuch im Schwimmbad und einem Spaziergang zum Sonnenuntergang an der Langen Anna ausklingen. Besonders in Erinnerung bleibt uns ein spontanes Interview mit einem echten Ur-Helgoländer. Gegen 22:30 Uhr kehrte schließlich Ruhe in unserer Gemeinschaftsunterkunft ein, in der 48 Personen auf Isomatten übernachteten.
Nach einer überraschend erholsamen Nacht begann der Wettkampftag mit dem Frühstück um 7 Uhr. Um 8:45 Uhr sorgte ein musikalisches Aufwärmprogramm für die richtige Stimmung, bevor um 9 Uhr der Startschuss fiel.
Die Strecke stellte uns vor große Herausforderungen. Vor allem die Höhenmeter am „Düsenjäger“ sowie der kräftige Gegenwind an der Langen Anna bei Windstärke 5 bis 6 verlangten allen Teams alles ab. Umso größer war die Freude über unsere starke Leistung und den hervorragenden 18. Platz im Teilnehmerfeld.
Für die IKS gingen Frieda (5b), Remay, Alicja, Luca (alle 5c), Lucas, Jesse (beide 7c), Hannes Berend als Elternteil sowie Christin Tiedemann als Lehrkraft an den Start.
Nach dem Lauf konnten wir uns zunächst im Schwimmbad erfrischen, bevor wir gemeinsam in einer Pizzeria neue Energie tankten.
Doch die Heimreise verlief anders als geplant: Die Fähre, die uns eigentlich zurück nach Büsum bringen sollte, fiel aufgrund eines Defekts aus. Kurzerhand mussten wir umdisponieren. Stattdessen ging es zunächst für die 450 Sportler und Sportlerinnen nach Cuxhaven und von dort mit einer anderen Fähre weiter Richtung Büsum. Aufgrund des stürmischen Wetters mit drei bis vier Meter hohen Wellen musste ein großer Umweg gefahren werden. Die Folge: eine insgesamt achtstündige Fährfahrt, die für einige leider nicht ohne Seekrankheit verlief.
Als wir schließlich Büsum erreichten, wartete dort bereits der Bus für die letzte Etappe. Glücklich, voller Eindrücke, aber auch ziemlich erschöpft kamen wir gegen 1:00 Uhr nachts wieder in Neumünster an.
Trotz aller Herausforderungen war der Helgoländer Staffelmarathon für uns ein unvergessliches Erlebnis – mit sportlichen Erfolgen und vielen gemeinsamen Erinnerungen.
Vielen Dank an das Orga-Team, die tollen Helgoländer Gastgeber und die Reederei, die ganz schön dafür gekämpft haben, dass wir am Samstag wieder in unseren eigenen Betten schlafen durften!
Was für ein Erlebnis!
