Am 16. Mai um 4.30 Uhr startete die Gruppe in Neumünster und reiste mit dem Zug über Hamburg, München, Wien und Prag nach Budapest. Besonders die Fahrt vorbei an den schneebedeckten Alpen sorgte für Staunen. Nach einer langen, aber reibungslosen Reise wurde die Gruppe am Abend herzlich von ihren ungarischen Gastfamilien empfangen.
Der Sonntag stand zunächst im Zeichen des Ankommens. Die Schülerinnen und Schüler lernten ihre Gastfamilien kennen, bevor der Abend bei gemeinsamen Aktivitäten in einer Dart-Halle zum ersten Kennenlernen genutzt wurde.
Am Montag erfolgte die offizielle Begrüßung an der Partnerschule und die Einführung in das Projektthema: „Heimat – was bedeutet das eigentlich?“ Diese Frage sollte die Jugendlichen durch den gesamten Austausch begleiten.
Nach einer Schulführung durch ungarische Schülerinnen und Schüler ging es bei strahlendem Sonnenschein auf eine, ebenfalls von Schülern des ungarischen Gymnasiums organisierte Stadtführung durch Budapest. Besonders in Erinnerung blieb ein Zwischenstopp, bei dem ein ungarischer Kellner nationales Gebäck verteilte und die ungarischen Reiseführer der Gruppe spontan einen traditionellen Tanz beibrachten. Was für ein freundliches und aufgeschlossenes Volk diese Ungarn doch sind!
Am Dienstag unternahm die Gruppe einen Ausflug in die wunderschöne serbische Kleinstadt Szentendre. Zwischen kleinen Gassen, bunten Häusern und der orthodoxen Kirche erhielten die Jugendlichen Einblicke in die Geschichte und Religion der serbischen Minderheit. Anschließend genossen viele die freie Zeit direkt an der Donau – Sonne inklusive.
Am Mittwoch wartete ein besonderes Erlebnis in den Budaer Bergen: die Fahrt mit der berühmten Kindereisenbahn, bei der Kinder und Jugendliche selbst Aufgaben wie Fahrkartenkontrolle oder Durchsagen übernehmen. Auch wenn der Aussichtsturm leider geschlossen blieb, entschädigte die anschließende Sesselliftfahrt mit traumhaften Blicken über Budapest. Ein hübsches Naherholungsgebiet mitten in Budapest, sowie ein türkisches Grabmal mit blühendem Rosengarten und weitere Erkundungen rundeten den Tag ab.
Am Donnerstag ging es nach Tata. Im Deutschen Nationalitätenmuseum setzte sich die Gruppe mit der Geschichte der Ungarndeutschen auseinander. Für Action sorgte anschließend eine gemeinsame Drachenbootfahrt – bei bestem Wetter paddelten die Schülerinnen und Schüler im Rhythmus der Trommeln über den See.
Der Freitag stand schließlich ganz im Zeichen der Projektarbeit. In gemischten deutsch-ungarischen Gruppen reflektierten die Jugendlichen ihre Erlebnisse und entwickelten kreative, fotogestützte Präsentationen zum Thema Heimat, die sie anschließend präsentierten. Ergänzt wurde der Tag durch einen Besuch im Haus der ungarischen Musik mit vielen interaktiven Angeboten und einer abschließenden Donaufahrt, die einen besonders beeindruckenden Blick auf Budapest bot.
Der Samstag ermöglichte allen Beteiligten einen weiteren Tag für intensive Erlebnisse, zur freien Gestaltung.
Die Heimreise am Sonntag verlief zwar turbulent – inklusive Sprint durch den Münchner Hauptbahnhof und Umleitungen in Hamburg –, doch am Ende kamen alle zwar müde, aber glücklich und voller neuer Erfahrungen wieder in Neumünster an.
Die Vorfreude auf den Rückbesuch der ungarischen Schülerinnen und Schüler im September ist schon jetzt groß!
