Vier Gruppen, vier Aufgaben und eine klare Erkenntnis: Müll gehört in den Mülleimer.
Was passiert, wenn man Müll nicht nur sieht, sondern selbst einsammelt, wiegt und dokumentiert? Der Nachhaltigkeitskurs unserer Schule hat genau das im Rahmen des Projekts „Plastic Pirates Go Europe“ an der Schwale ausprobiert um somit einen Beitrag zu einem europaweiten Forschungsprojekt zu leisten. Die Gruppen bekamen unterschiedliche Aufgaben, die zusammen ein vollständiges Bild der Lage am Fluss ergeben.
Gruppe A: Müll in Messfeldern
Fünf Schülerinnen und Schüler legten am Flussufer Kreise in einer 3 x 3 Anordnung aus. Mit einem weißen Tuch, einem Maßband und einer Schnur steckte die Gruppe jedes Feld ab. In jedem Kreis wurde der Müll gesammelt, fotografiert, gezählt und notiert. Die erste Hürde war überraschend alltäglich: Einen richtig runden Kreis zu legen, war gar nicht so einfach.
Gruppe B: Die Sammelstation im Busch
Drei Schülerinnen und Schüler richteten in der Nähe des Flusses eine Müllsammelstation ein. Mit einer großen Plane, Mülleimern, Kreppband zum Beschriften und einer Kofferwaage wurde der Müll sortiert, gewogen und dokumentiert. Am Ende kamen 16 kg zusammen. Schwierig war vor allem die Suche: Ein Teil des Mülls lag weit im Busch verteilt und musste erst mühsam aufgespürt werden.
Gruppe C: Der Fluss im Blick
Auch diese Gruppe bestand aus drei Mitgliedern. Sie maß die Breite und die Fließgeschwindigkeit des Flusses und protokollierte den Müll, der mit der Strömung vorbeitrieb. Eigentlich sollte außerdem Mikroplastik im Wasser untersucht werden. Dafür fehlte jedoch ein feinmaschiges Netz, sodass dieser Teil entfiel. Die größte Schwierigkeit war die Sicht: Wellengang und weißer Schaum auf der Wasseroberfläche machten genaue Beobachtungen oft schwer.
Gruppe D: Auf der Spur der Müllquellen
Gruppe D ging der Frage nach, woher der Müll überhaupt kommt. Die Gruppe suchte nach Müllquellen, dokumentierte sie mit Fotos und befragte die anderen Schülerinnen und Schüler zu ihrer Arbeit. Aus diesen Interviews entstand schließlich der Artikel, den du gerade liest.
Eine der wichtigsten Erkenntnisse des Projekts: Müll gehört nicht irgendwo ins Gelände, sondern immer in den Mülleimer. Wer selbst Müll sammelt, sieht, wie viel davon in der Natur liegt, und versteht, warum jedes liegengelassene Stück zählt.
Die vier Gruppen zeigen, wie vielseitig Umweltschutz sein kann: Müll sammeln, Müll wiegen, den Fluss vermessen. Gleichzeitig zeigte sich, dass das passende Material entscheidend ist: Ohne das feinmaschige Netz konnte Gruppe C ihre Mikroplastik-Untersuchung nicht durchführen.
Vom WPK-Nachhaltigkeit, November 2026
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